Wie versprochen wollte ich von meinen Erlebnissen von den letzten 6 Wochen erzählen. Von dem Trip zu den Drakensbergen habt ihr ja schon mit bekommen. Heute zeige ich euch wieder etwas neues...
Warum das normale Taxi nehmen wenn es public transport gibt?
Ich bin ja jetzt schon viel um Joburg herum gekommen. Auch wenn das Taxi hier in Südafrika vergleichsweiße sehr billig ist, können bei längeren Strecken schon größere Summen entstehen.
Deshalb habe ich beschlossen in Zukunft mehr mit einem der öffentlichen Verkehrsmittel voran zu kommen. Es gibt eigentlich genau 2 Transportmittel, die die Einheimischen benutzen. Den Metro-Zug und die sogenannten Public Taxis.
Vom Zug raten viele Einheimische ab, weil die Kriminalitätsrate in der Metro Bahn drastisch gestiegen ist. Trotzdem habe ich vor, einmal mit einem Einheimischen eine kleine Tour in die City zu machen.
Dann gibt es noch eine weitere Möglichkeit, die vor allem sicherer ist: Public Taxi
Aber wie funktioniert das ganze eigentlich?
Ich selbst musste das ganze System auch erst einmal verstehen, learning by doing hat mir dabei sehr geholfen.
Das System funktioniert im Grunde genommen so:
In ganz Südafrika gibt es überall auf den Straßen kleine "Taxi" Busse die quer herum in verschiedene Richtungen fahren und zu verschiedenen sogenannten "Taxi Ranks" fahren und dort einen Stop machen.
In diesen Ranks befinden sich viele andere Taxi Busse die jeweils zu einem anderen Ort und deren Ranks fahren. Manchmal sind die Busse durch eine Tafel gekennzeichnet, um zu wissen wo man hinfährt. Oft läuft es aber so ab, dass man einen Busfahrer nach dem anderen fragen muss, um den richtigen Bus zu finden. Wenn man dann im Bus angekommen ist, steigt man ein und wartet bis er voll wird. Ist der Bus voll wird losgefahren. Eine Busfahrt von einem Ort zum anderen hängt meistens davon ab, wie weit dieser entfernt liegt. Im Durchschnitt kostet es ca. 10-15 Rand (0,50 - 1 Euro).
Dieses Geld wird dann im Bus von hinten nach vorne gesammelt.
Derjenige, der ganz vorne neben den Fahrer sitzt muss das Geld zählen. Man versucht deshalb auch immer einen Platz weiter hinten zu bekommen, um das zu vermeiden.
Wenn man von einem Ort zum anderen fährt kann man auch mitten auf der Strecke und wo man will unterwegs aussteigen. Man gibt ein kleines Zeichen wie "after Robot" also nach der Ampel ( Ja die Südafrikaner nennen die Ampel Robot und nicht traffic lights....ich weiß auch nicht so genau warum :P)
Es gibt auch Leute die unterwegs in einen Bus einsteigen. Um den richtigen Bus zu bekommen muss man ein richtiges Handzeichen geben. Es gibt hier rund 10 Handzeichen in unsere Umgebung. Meistens nutzt man die 2 Zeichen in Richtung Stadt also einer nächsten Rank oder in die entgegengesetzte Richtung. Ist der richtige dabei, hält der Fahrer an und nimmt diese Person schnell mit. Es ist egal wo man einsteigt, man zahlt immer die gleiche Summe der gesamten Strecke.
Im Prinzip versucht man erst zu einer Rank zu kommen, um von dort aus weiter zu kommen. Ich gebe euch ein kleines Beispiel von meinem Alltag:
Zuerst muss ich vom Kinderheim ca. 5 Minuten bis zur Hauptstraße laufen, dort fahren bei uns alle Taxis vorbei. Da Lambton ein kleiner Teil von Germiston ist, fahren hier auch weniger Busse. Man wartet ca. 5-20 Minuten auf ein Taxi. Oft nimmt man dann erst das fünfte oder noch spätere Taxi, weil die davor bereits alle voll sind.
Von der Hauptstraße aus fahre ich dann bis zur Germiston Rank, wo ich schließlich entscheiden kann, wohin ich weiter fahre.
An der Rank selbst wollten mir anfangs viele Leute helfen, weil ich offensichtlich planlos nach einem Bus gesucht habe. Doch mir wurde gesagt, dass man diese Leute strickt vermeiden sollte, weil sie am Ende für ihre Hilfe Geld verlangen. Nur die Busfahrer solle man fragen und die haben sowieso am meisten Ahnung. Als weiße Frau alleine ist es nochmal etwas anderes... Meine Kollegin war einmal alleine unterwegs und wollte auf dem Rückweg ein Public Taxi nehmen. Sie wurde von vielen Leuten angequatscht und zum Teil auch schon richtig von den Leuten mitgezogen. Sie hatte schließlich entschieden, nicht mehr ohne Begleitung die Taxis zu benutzen.
Fazit: die Public Taxis finde ich eine sehr gute alternative zu den normalen Taxis, weil diese deutlich billiger sind. Außerdem finde ich, dass man mehr das Gefühl bekommt, ein Teil von diesem Land zu werden und meine erste Fahrt war auf jeden Fall ein richtiges Erlebnis! Wenn ich zum Beispiel von meinem Ort nach Pretoria fahren möchte, das ca. 50 km von hier entfernt ist, zahle gerade einmal rund drei Euro und das ist wirklich gar nichts für diese Strecke!
Free fall statt Bunjee Jump!
Vor ca. 2 Wochen hatten wir mit ein paar Freunden ausgemacht, an einem Sonntag Soweto zu besuchen. Soweto ist ein Township westlich von Johannesburg. Es ist ein sehr friedliches und familiäres Township ganz im Gegensatz zu manchen anderen. Man findet dort die berühmten Orlando Towers und die ebenfalls bekannte Marktstraße mit dem Mandela Museum.
Am Anfang besuchten wir dort den Markt, wo sich allgemein immer viele Touristen zeigen. Es gab viele Kleinigkeiten zu kaufen, vor allem Klamotten und Souveniers von Nelson Mandela. Der Eintritt für das Mandela-Haus war uns zu teuer, deshalb sahen wir es uns nur von außen an.
Wir beschlossen danach zu den Orlando Towers zu fahren.
Zwei Türme, die aussehen wie alte, bemalte Atomkraftwerke stehen mitten im Township.
Die Orlando Towers sind für ihre vielen Aktivitäten bekannt. Neben dem Bunjee Jump zwischen den beiden Towers und dem einmaligen Free fall gibt hier es auch Aktivitäten wie Paintball, Kart fahren und co.
Ich hatte mir überlegt, den Free fall zu machen, als eine Art Geburtstagsgeschenk für mich selbst. Da ich sowieso noch vorhabe von der höchsten Brücke hier in Südafrika einen Bunjee Jump zu machen, wollte ich mir den "kleinen" Sprung sparen und lieber den Free fall machen.
Ich befand mich ganz oben am Gerüst, an dem ich nach oben gezogen wurde und gleichzeitig das Netz unter mir mitgenommen habe. Ganze 40 Meter bin ich dann rückwärts hinunter gefallen ohne Sicherung.
Es war wirklich ein Adrenalin Kick, besonders weil ich nicht wusste, wann ich endlich aufgefangen werden würde... für Rund 20 Euro habe ich mir den Spaß gegönnt. Das war es mir auf jeden Fall wert, denn so etwas habe ich bis jetzt auch noch nie erlebt.
Zum Schluss noch eine kleine Bike Tour :P
Wir sind am Abend noch zu einem Jugendgottesdienst gefahren und ich durfte bei dem Vater von der Frau mit seinem edlen Motorrad mitfahren. Das hat den Tag schließlich noch einmal schön abgerundet.
South Africa Adventure
Freitag, 6. Januar 2017
Donnerstag, 22. Dezember 2016
Kurzer Trip zu den höchsten Gebirge Südafrikas
Ja liebe Leute eigentlich habe ich versprochen häufiger
Blogeinträge zu machen, aber leider war ich in letzter Zeit sehr faul, obwohl
ich eigentlich so viel erlebt habe!
Ich habe jetzt überlegt in die nächsten Blogeinträge alle meine
aufregenden Erlebnisse, die ich im letzten Monat haben durfte, zu zeigen.
Die ganze Aktion war eigentlich sehr spontan. Alles fing
damit an, dass ich verschiedene Couchsurfer anschrieb, von denen sich keiner zu Beginn meldete. Dann habe ich einen deutschen Couchsurfer, der hier für 2 Jahre
bei BMW arbeitet, angeschrieben und ihn gefragt, ob er Zeit und Lust hätte etwas zu
unternehmen. Er wollte an diesem Wochenende zu den Drakensberge fahren und meinte ich könnte mitfahren. Ich habe natürlich sofort zugesagt und am Samstag Morgen ging es auch schon los....
Für die Fahrt rechnet man ca. 3h und das haben wir auch gut
hinbekommen. Die Strecke selbst war anfangs etwas eintönig, weil es meist nur gerade aus ging und die Landschaft eher flach und weniger spektakulär war. Doch
nach ca. 2h wurde es schlagartig anders. Auf einmal zeigten sich erste Hügel
und in der Ferne konnte man schon die Berge sehen.
Unterwegs kamen wir auch an einem wunderschönen See vorbei, bei dem wir kurz anhielten und einfach die Landschaft genossen haben.
Es war einfach so schön, aus der Stadt ein wenig rauszukommen und wir konnten besondererweise eine leichte Prise Minze riechen, die offenbar wie aus dem nichts zu kommen schien ... es war einfach herrlich.
Unterwegs kamen wir auch an einem wunderschönen See vorbei, bei dem wir kurz anhielten und einfach die Landschaft genossen haben.
Wir fuhren immer weiter an der schönen Landschaft entlang und so
langsam kamen wir den Drakensberge näher....
Die Drakensberge sind das höchste Gebirge in Südafrika. Über
3000 Meter erstrecken sich die höchsten Teile dieser Berge. Unsere Unterkunft war ca.
1-2h von unserer späteren Wanderung entfernt. Es war das Backpackers
Amphitheatre, ein sehr bekanntes Hostel, das vor allem für Backpackers geeignet ist, die
auf Reisen sind. Das Hostel war wunderschön und das Wetter spielte einfach
perfekt mit....
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| Die Bar |
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| Ein Pool zum Entspannen. |
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| Unser Zimmer, das wir mit 4 weiteren Leuten aus aller Welt geteilt haben |
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| Die große Küche, in der man alles mögliche zaubern konnte |
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| Die Aussicht war einfach herrlich... Leider konnte meine Handykamera die schönen Berge im Hintergrund nicht zeigen |
Wir beschlossen, an diesem Tag nicht mehr zur Wanderung aufzubrechen,
sondern einfach etwas zu entpsannen. Am Abend wurde dann richtig gefeiert mit all
den Wanderern, die von ihren Touren zurück kamen. Wir haben uns auch mit einigen Leuten von dort unterhalten und hatten wirklich gute Gespräche gehabt. All zu lange wollten wir aber nicht feiern, da wir immerhin für unsere Wandertour am
nächsten Tag früh aufstehen mussten.
Schon um 6:00 bin ich aufgestanden mit einem hammer geilen Sonnenaufgang und habe erst einmal die Aussicht genossen.
Gegen 7:00 sind wir dann losgefahren. Der Himmel war anfangs sehr bewölkt und ein leichter Nieselregen machte mir die Stimmung etwas kaputt. Die ganze Fahrt zu unserem Berg war nebelig und man musste wirklich sehr langsam fahren, weil man nur ein Sicht von ca. 5 Metern hatte.
Wenig später rannten plötzlich noch Affen über die Straße und dann dachte ich echt, jetzt dreht alles durch ;D... Doch damit, wie sich das Wetter bei der Ankunft am Berg schlagartig geändert hatte, hätte keiner gerechnet.
Wir fuhren ganze 2,5 Tausend Meter hoch, dort wo auch unsere Wanderung am Berghang begann. Unser Ziel war der höchste Wasserfall in Südafrika und gleichzeitig war dieser am höchsten Punkt von den Drakensbergen.
14km lagen vor uns und wir machten uns gleich auf den Weg. Die Aussicht wurde von Minute zu Minute besser und ich hätte gerne mehr als 1000 Bilder gemacht.... die Landschaft war einfach atemberaubend.
Gegen 7:00 sind wir dann losgefahren. Der Himmel war anfangs sehr bewölkt und ein leichter Nieselregen machte mir die Stimmung etwas kaputt. Die ganze Fahrt zu unserem Berg war nebelig und man musste wirklich sehr langsam fahren, weil man nur ein Sicht von ca. 5 Metern hatte.
Wenig später rannten plötzlich noch Affen über die Straße und dann dachte ich echt, jetzt dreht alles durch ;D... Doch damit, wie sich das Wetter bei der Ankunft am Berg schlagartig geändert hatte, hätte keiner gerechnet.
Wir fuhren ganze 2,5 Tausend Meter hoch, dort wo auch unsere Wanderung am Berghang begann. Unser Ziel war der höchste Wasserfall in Südafrika und gleichzeitig war dieser am höchsten Punkt von den Drakensbergen.
14km lagen vor uns und wir machten uns gleich auf den Weg. Die Aussicht wurde von Minute zu Minute besser und ich hätte gerne mehr als 1000 Bilder gemacht.... die Landschaft war einfach atemberaubend.
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| Manche Passagen waren echt schwierig zu überwinden |
Nach einger Zeit kamen wir an einer sehr steilen Schlucht an.
Dieser Weg, welcher von großen Felsen umgeben war, ging hoch hinauf und war für uns das letzte Stück bis zur Spitze.
Nach etwa 20 Minuten haben wir es schließlich geschafft.....Wir waren am Gipfel angekommen. Einfach unglaublich, wie man nichts sehen konnte, weil die Wolken alles bedeckten. Am Gipfelrand war es auch sehr grußelig, weil man einfach nicht hinunter schauen konnte.
Nach etwa 20 Minuten haben wir es schließlich geschafft.....Wir waren am Gipfel angekommen. Einfach unglaublich, wie man nichts sehen konnte, weil die Wolken alles bedeckten. Am Gipfelrand war es auch sehr grußelig, weil man einfach nicht hinunter schauen konnte.
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| Ich sah es aber entspannt mit der Tiefe :D....habe einfach hinuter geschaut und meinen Apfel genossen :P |
Nach einer kurzen Rast nahmen wir unser letztes Ziel, den
Wasserfall in den Fokus.
Dafür liefen wir eine Weile auf dem Berggipfel, um auf die andere Seite zu kommen und da war er dann... unglaublich diese Aussicht, es war wirklich gigantisch.
Dafür liefen wir eine Weile auf dem Berggipfel, um auf die andere Seite zu kommen und da war er dann... unglaublich diese Aussicht, es war wirklich gigantisch.
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| Der verrückteste und coolste Tour-Guide den man haben kann!:D |
Für Manche war es eine echte Überwindung, die Leiter hinunter zu klettern. Ich selbst fühlte mich eigentlich ziemlich sicher und hatte daher keine Probleme mit dem Abstieg.
Die Sonne kam bei unserem Rückweg auch noch einmal richtig hinter den Wolken hervor, sodass man die Landschaft besser betrachten konnte...
Am Ende schaute ich noch einmal auf den klar stehenden Berg...
Es war wirklich die beste Wanderung, die ich je gemacht hatte. Ich habe schon einige Berge bestiegen, aber mit Drakensbergen kann man das wirklich nicht vergleichen. Auf jeden Fall werde ich auf meinem kommenden Roadtrip im März wieder hier vorbei kommen oder vielleicht sogar schon für das Neujahrs Festival im Hostel :P
Sonntag, 6. November 2016
Afrikansiche Hochzeit und Kurztrip zum Arpeitheid Museum
Was für ein Wochenende! Es war echt mega cool und soo schön, dass man am Montagmorgen keine große Motivation hatte aufzustehen um sich an die Arbeit zu machen.!:D.....
Alles fing damit an, dass eine neue Studentin aus dem Kinderheim Ellen und mich spontan zu einer Hochzeit eingeladen hat. Wir waren anfangs sehr verwundert, da wir einerseits diese Studentin lediglich vor ein paar Wochen kurz kennen lernten und das Brautpaar überhaupt nicht kannten. Wir ließen uns aber diese Gelegenheit nicht entgehen und sagten der Einladung deshalb gleich zu!
Die dunkelhäutigen Afrikaner feiern in der Regel immer zwei Hochzeiten. Eine "weiße" Hochzeit wie wir sie kennen an einem Samstag und eine "traditionelle" am Tag darauf. Wir waren nur zur weißen Hochzeit eingeladen, aber diese war für uns traditionell genug!:D
Am Samstag ging es endlich los und wir fuhren mit einem Taxi erst einmal eine recht weite Strecke bis nach Deveyton - ein Township. Für alle die kein Bild von einem Township haben möchte ich es kurz erklären. Townships sind kleinere Gebiete in Dorfgröße in denen sich besonders "ärmere" Menschen aufhalten. Als Weißer fällt man stark auf, da es dort beinahe nur Schwarze gibt. Das Leben im Township ist auch ein wenig anders als in der Stadt aber davon berichte ich euch ein anderes Mal.
Als wir schließlich im Township angekamen, hat der Taxifahrer noch extra gewartet bis uns jemand abgeholt hat. Die Freunde unserer Studentin Vinolia führten uns zu einem kleinen Haus, von dem wir zuerst dachten es sei eine Kirche, welches aber lediglich ein Treffpunkt war. Dort wurde gewartet bis schließlich alle für die Fahrt zur Kirche bereit waren.
An diesem Ort haben ein paar Leute schon "vor gefeiert" und gute Stimmung verbreitet. Wenig später kamen ein paar Jungs und machten mit uns ein paar Bilder. Ellen war besonders beliebt bei ihnen :D
Es hat sich ein Weilchen in die Länge gezogen bis wir später in einer großen Schlange von Autos zur Kirche gefahren sind. Es war wirklich aufregend wie sie schlangenförmig hin und her gefahren sind. Die Kirche war eigentlich gleich um die Ecke, aber wir sind durch das ganze Township gefahren. Vor der Kirche angekommen liefen Männer und Frauen getrennt in die Kirche ein und auf jeweils einer Seite saßen Männer und Frauen. Wir waren wirklich die einzigen Weißen bei dieser Hochzeit. Die Trauung war komplett in Zulu und Ellen und ich haben natürlich nichts von dieser Sprache verstanden. Bei einigen Liedern habe ich trotzdem versucht mitzusingen obwohl ich nicht verstanden habe was ich da eigentlich gesungen habe :D
Anschließend ging es dann zu dem Ort an dem gefeiert wurde. Auf der Fahrt im Auto wurde ordentlich Party gemacht und unser Fahrer war in bester Stimmung !:D
Am Fest Ort angekommen war ich erst einmal total überwältigt! Es war einfach traumhaft schön dort! Ich habe anfangs nicht einmal so eine wunderschöne Location erwartet. Es war einfach der komplette Kontrast im Gegensatz zu den Townships.
Nach einem kleinen Mangosaft-Empfang kam es dann zum Programm. Die Brautjungfern, weiblich und männlich präsentierten einen Tanz und danach durften wir über 15 einzelne lange Reden in afrikanischen Sprachen hören. Wir verstanden wieder kein Wort aber anschließend konnten wir uns auf das Essen freuen.
Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnten war, dass wir VIP Gäste waren und uns nicht wie alle anderen Gäste selbst am Buffet anstehen mussten, sondern uns das Essen extra gebracht wurde. Wir waren wirklich erstaunt und wollten das Angebot ablehnen, weil wir uns nicht wie "besondere" Gäste fühlen wollten, sondern einfach wie jeder andere behandelt werden wollten. Doch die Bedienung bestand nach wiederholtem Male darauf uns das Essen zu bringen und wir sagten also nicht nein als das Essen dann kam.
Später machten wir noch einen Spaziergang um den schönen See herum und sprachen mit einer Menge Leute und machten natürlich auch Bilder mit ihnen, wenn sie darauf bestanden :D
Gegen später gab es die Torte und Sonstige Leckereien, die wir aber unglücklicherweise verpasst hatten. Wir tranken noch ein paar Bier und sprachen mit einigen älteren Damen. Eine von ihnen war so nett und hatte uns später extra nach Hause gefahren. Gegen 19:00 war das Brautpaar auch schon weg und gegen 20:00 haben wir es schließlich auch gepackt. Da es zu diesem Zeitpunkt keine richtige Stimmung mehr gab, fanden wir es auch nicht schlimm "früher" zu gehen. Die Dame hatte uns zuerst zu sich mit nach Hause gefahren und wir konnten dort in ihrer Wohnung noch etwas entspannen, bis uns ihr Mann später heimgefahren hat. Das war also die Hochzeit.
Am nächsten Tag waren wir mit Eva einer anderen Freiwilligen und ihrem Freund zum Apartheid Museum verabredet. Wir machten uns nach der Kirche gleich auf den Weg und fuhren mit einem Mietwagen los. Am Eingang angekommen, bekamen wir unsere Eintrittskarten auf der entweder " für Weiße und "für Nicht- Weiße" aufgedruckt war. Diese war für den Start der Museumstour gedacht...für diesen Eingang hier:
Das Museum an sich war eigentlich sehr interessant. Es zeigte die Geschichte der Apartheid und was alles damals passiert ist, alles das, was man in unseren Medien wohl kaum mitbekommen hatte. Leider waren es auch sehr viel Informationen, die man alle gleichzeitig verarbeiten musste. Nach ca. 1-2 Stunden lies die Konzentration langsam nach und wir konnten nicht mehr allen Infos genau folgen. Einen interessanten Einblick in diese Zeit bekam man aber allemal! Gerne hätte ich auch ein paar Bilder von innen gemacht, doch das war verboten.
Nach dem Museum haben wir beschlossen noch eine Kleinigkeit Essen zu gehen. Ich habe mir eine kleine Portion von dem leckeren Trockenfleisch gegönnt P:
Danach hatten wir Lust noch etwas zu unternehmen und beschlossen einen Rooftop Market zu besuchen und der.....war einfach nur der Hammer!!
Wir waren ja bereits in Maboneng bei einem tollen Markt, doch dieser war einfach viel größer und hatte eine riesen Auswahl von den verschiedensten Dingen. Ellen und ich beschlossen auf jeden Fall wieder hier her zurück zu kommen und einmal richtig einkaufen zu gehen!
Und das war unser Wochenende. Es war wirklich aufregend und echt spannend und wir wollten am liebsten gar nicht wieder an die Arbeit denken aber das musste natürlich auch sein.. :P
Alles fing damit an, dass eine neue Studentin aus dem Kinderheim Ellen und mich spontan zu einer Hochzeit eingeladen hat. Wir waren anfangs sehr verwundert, da wir einerseits diese Studentin lediglich vor ein paar Wochen kurz kennen lernten und das Brautpaar überhaupt nicht kannten. Wir ließen uns aber diese Gelegenheit nicht entgehen und sagten der Einladung deshalb gleich zu!
Die dunkelhäutigen Afrikaner feiern in der Regel immer zwei Hochzeiten. Eine "weiße" Hochzeit wie wir sie kennen an einem Samstag und eine "traditionelle" am Tag darauf. Wir waren nur zur weißen Hochzeit eingeladen, aber diese war für uns traditionell genug!:D
Am Samstag ging es endlich los und wir fuhren mit einem Taxi erst einmal eine recht weite Strecke bis nach Deveyton - ein Township. Für alle die kein Bild von einem Township haben möchte ich es kurz erklären. Townships sind kleinere Gebiete in Dorfgröße in denen sich besonders "ärmere" Menschen aufhalten. Als Weißer fällt man stark auf, da es dort beinahe nur Schwarze gibt. Das Leben im Township ist auch ein wenig anders als in der Stadt aber davon berichte ich euch ein anderes Mal.
Als wir schließlich im Township angekamen, hat der Taxifahrer noch extra gewartet bis uns jemand abgeholt hat. Die Freunde unserer Studentin Vinolia führten uns zu einem kleinen Haus, von dem wir zuerst dachten es sei eine Kirche, welches aber lediglich ein Treffpunkt war. Dort wurde gewartet bis schließlich alle für die Fahrt zur Kirche bereit waren.
An diesem Ort haben ein paar Leute schon "vor gefeiert" und gute Stimmung verbreitet. Wenig später kamen ein paar Jungs und machten mit uns ein paar Bilder. Ellen war besonders beliebt bei ihnen :D
Es hat sich ein Weilchen in die Länge gezogen bis wir später in einer großen Schlange von Autos zur Kirche gefahren sind. Es war wirklich aufregend wie sie schlangenförmig hin und her gefahren sind. Die Kirche war eigentlich gleich um die Ecke, aber wir sind durch das ganze Township gefahren. Vor der Kirche angekommen liefen Männer und Frauen getrennt in die Kirche ein und auf jeweils einer Seite saßen Männer und Frauen. Wir waren wirklich die einzigen Weißen bei dieser Hochzeit. Die Trauung war komplett in Zulu und Ellen und ich haben natürlich nichts von dieser Sprache verstanden. Bei einigen Liedern habe ich trotzdem versucht mitzusingen obwohl ich nicht verstanden habe was ich da eigentlich gesungen habe :D
Anschließend ging es dann zu dem Ort an dem gefeiert wurde. Auf der Fahrt im Auto wurde ordentlich Party gemacht und unser Fahrer war in bester Stimmung !:D
Am Fest Ort angekommen war ich erst einmal total überwältigt! Es war einfach traumhaft schön dort! Ich habe anfangs nicht einmal so eine wunderschöne Location erwartet. Es war einfach der komplette Kontrast im Gegensatz zu den Townships.
Nach einem kleinen Mangosaft-Empfang kam es dann zum Programm. Die Brautjungfern, weiblich und männlich präsentierten einen Tanz und danach durften wir über 15 einzelne lange Reden in afrikanischen Sprachen hören. Wir verstanden wieder kein Wort aber anschließend konnten wir uns auf das Essen freuen.
Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnten war, dass wir VIP Gäste waren und uns nicht wie alle anderen Gäste selbst am Buffet anstehen mussten, sondern uns das Essen extra gebracht wurde. Wir waren wirklich erstaunt und wollten das Angebot ablehnen, weil wir uns nicht wie "besondere" Gäste fühlen wollten, sondern einfach wie jeder andere behandelt werden wollten. Doch die Bedienung bestand nach wiederholtem Male darauf uns das Essen zu bringen und wir sagten also nicht nein als das Essen dann kam.
Später machten wir noch einen Spaziergang um den schönen See herum und sprachen mit einer Menge Leute und machten natürlich auch Bilder mit ihnen, wenn sie darauf bestanden :D
Gegen später gab es die Torte und Sonstige Leckereien, die wir aber unglücklicherweise verpasst hatten. Wir tranken noch ein paar Bier und sprachen mit einigen älteren Damen. Eine von ihnen war so nett und hatte uns später extra nach Hause gefahren. Gegen 19:00 war das Brautpaar auch schon weg und gegen 20:00 haben wir es schließlich auch gepackt. Da es zu diesem Zeitpunkt keine richtige Stimmung mehr gab, fanden wir es auch nicht schlimm "früher" zu gehen. Die Dame hatte uns zuerst zu sich mit nach Hause gefahren und wir konnten dort in ihrer Wohnung noch etwas entspannen, bis uns ihr Mann später heimgefahren hat. Das war also die Hochzeit.
Am nächsten Tag waren wir mit Eva einer anderen Freiwilligen und ihrem Freund zum Apartheid Museum verabredet. Wir machten uns nach der Kirche gleich auf den Weg und fuhren mit einem Mietwagen los. Am Eingang angekommen, bekamen wir unsere Eintrittskarten auf der entweder " für Weiße und "für Nicht- Weiße" aufgedruckt war. Diese war für den Start der Museumstour gedacht...für diesen Eingang hier:
Das Museum an sich war eigentlich sehr interessant. Es zeigte die Geschichte der Apartheid und was alles damals passiert ist, alles das, was man in unseren Medien wohl kaum mitbekommen hatte. Leider waren es auch sehr viel Informationen, die man alle gleichzeitig verarbeiten musste. Nach ca. 1-2 Stunden lies die Konzentration langsam nach und wir konnten nicht mehr allen Infos genau folgen. Einen interessanten Einblick in diese Zeit bekam man aber allemal! Gerne hätte ich auch ein paar Bilder von innen gemacht, doch das war verboten.
Nach dem Museum haben wir beschlossen noch eine Kleinigkeit Essen zu gehen. Ich habe mir eine kleine Portion von dem leckeren Trockenfleisch gegönnt P:
Danach hatten wir Lust noch etwas zu unternehmen und beschlossen einen Rooftop Market zu besuchen und der.....war einfach nur der Hammer!!
Wir waren ja bereits in Maboneng bei einem tollen Markt, doch dieser war einfach viel größer und hatte eine riesen Auswahl von den verschiedensten Dingen. Ellen und ich beschlossen auf jeden Fall wieder hier her zurück zu kommen und einmal richtig einkaufen zu gehen!
Und das war unser Wochenende. Es war wirklich aufregend und echt spannend und wir wollten am liebsten gar nicht wieder an die Arbeit denken aber das musste natürlich auch sein.. :P
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