Donnerstag, 22. Dezember 2016

Kurzer Trip zu den höchsten Gebirge Südafrikas


Ja liebe Leute eigentlich habe ich versprochen häufiger Blogeinträge zu machen, aber leider war ich in letzter Zeit sehr faul, obwohl ich eigentlich so viel erlebt habe!


Ich habe jetzt überlegt in die nächsten Blogeinträge alle meine aufregenden Erlebnisse, die ich im letzten Monat haben durfte, zu zeigen.


Fangen wir doch einfach mit dem größten Ereigniss an: Der Ausflug zu den unglaublichen Drakensbergen!


Die ganze Aktion war eigentlich sehr spontan. Alles fing damit an, dass ich verschiedene Couchsurfer anschrieb, von denen sich keiner zu Beginn meldete. Dann habe ich einen deutschen Couchsurfer, der hier für 2 Jahre bei BMW arbeitet, angeschrieben und ihn gefragt, ob er Zeit und Lust hätte etwas zu unternehmen. Er wollte an diesem Wochenende zu den Drakensberge fahren und meinte ich könnte mitfahren. Ich habe natürlich sofort zugesagt und am Samstag Morgen ging es auch schon los....


Für die Fahrt rechnet man ca. 3h und das haben wir auch gut hinbekommen. Die Strecke selbst war anfangs etwas eintönig, weil es meist nur gerade aus ging und die Landschaft eher flach und weniger spektakulär war. Doch nach ca. 2h wurde es schlagartig anders. Auf einmal zeigten sich erste Hügel und in der Ferne konnte man schon die Berge sehen.
Unterwegs kamen wir auch an einem wunderschönen See vorbei, bei dem wir kurz anhielten und einfach die Landschaft genossen haben.


Es war einfach so schön, aus der Stadt ein wenig rauszukommen und wir konnten besondererweise eine leichte Prise Minze riechen, die offenbar wie aus dem nichts zu kommen schien ... es war einfach herrlich.




Wir fuhren immer weiter an der schönen Landschaft entlang und so langsam kamen wir den Drakensberge näher....


Die Drakensberge sind das höchste Gebirge in Südafrika. Über 3000 Meter erstrecken sich die höchsten Teile dieser Berge. Unsere Unterkunft war ca. 1-2h von unserer späteren Wanderung entfernt. Es war das Backpackers Amphitheatre, ein sehr bekanntes Hostel, das vor allem für Backpackers geeignet ist, die auf Reisen sind. Das Hostel war wunderschön und das Wetter spielte einfach perfekt mit....

Die Bar


Ein Pool zum Entspannen.


Unser Zimmer, das wir mit 4 weiteren Leuten aus aller Welt geteilt haben

Die große Küche, in der man alles mögliche zaubern konnte




Die Aussicht war einfach herrlich... Leider konnte meine Handykamera die schönen Berge im Hintergrund nicht zeigen



Wir beschlossen, an diesem Tag nicht mehr zur Wanderung aufzubrechen, sondern einfach etwas zu entpsannen. Am Abend wurde dann richtig gefeiert mit all den Wanderern, die von ihren Touren zurück kamen. Wir haben uns auch mit einigen Leuten von dort unterhalten und hatten wirklich gute Gespräche gehabt. All zu lange wollten wir aber nicht feiern, da wir immerhin für unsere Wandertour am nächsten Tag früh aufstehen mussten.


Schon um 6:00 bin ich aufgestanden mit einem hammer geilen Sonnenaufgang und habe erst  einmal die Aussicht genossen.

Gegen 7:00 sind wir dann losgefahren. Der Himmel war anfangs sehr bewölkt und ein leichter Nieselregen machte mir die Stimmung etwas kaputt. Die ganze Fahrt zu unserem Berg war nebelig und man musste wirklich sehr langsam fahren, weil man nur ein Sicht von ca. 5 Metern hatte.

Wenig später rannten plötzlich noch Affen über die Straße und dann dachte ich echt, jetzt dreht alles durch ;D... Doch damit, wie sich das Wetter bei der Ankunft am Berg schlagartig geändert hatte, hätte keiner gerechnet.


Wir fuhren ganze 2,5 Tausend Meter hoch, dort wo auch unsere Wanderung am Berghang begann. Unser Ziel war der höchste Wasserfall in Südafrika und gleichzeitig war dieser am höchsten Punkt von den Drakensbergen.

14km lagen vor uns und wir machten uns gleich auf den Weg. Die Aussicht wurde von Minute zu Minute besser und ich hätte gerne mehr als 1000 Bilder gemacht.... die Landschaft war einfach atemberaubend.



Manche Passagen waren echt schwierig zu überwinden

Nach einger Zeit kamen wir an einer sehr steilen Schlucht an. Dieser Weg, welcher von großen Felsen umgeben war, ging hoch hinauf und war für uns das letzte Stück bis zur Spitze.

Nach etwa 20 Minuten haben wir es schließlich geschafft.....Wir waren am Gipfel angekommen. Einfach unglaublich, wie man nichts sehen konnte, weil die Wolken alles bedeckten. Am Gipfelrand war es auch sehr grußelig, weil man einfach nicht hinunter schauen konnte.

Ich sah es aber entspannt mit der Tiefe :D....habe einfach hinuter geschaut und meinen Apfel genossen :P


Nach einer kurzen Rast nahmen wir unser letztes Ziel, den Wasserfall in den Fokus.

 Dafür liefen wir eine Weile auf dem Berggipfel, um auf die andere Seite zu kommen und da war er dann... unglaublich diese Aussicht, es war wirklich gigantisch.







Der verrückteste und coolste Tour-Guide den man haben kann!:D

Auf unserem Rückweg nahmen wir einen anderen Weg als am Morgen. Der Rückweg ging über zwei lange Stahlleitern.



 Für Manche war es eine echte Überwindung, die Leiter hinunter zu klettern. Ich selbst fühlte mich eigentlich ziemlich sicher und hatte daher keine Probleme mit dem Abstieg.


Die Sonne kam bei unserem Rückweg auch noch einmal richtig hinter den Wolken hervor, sodass man die Landschaft  besser betrachten konnte...



Am Ende schaute ich noch einmal auf den klar stehenden Berg...




Es war wirklich die beste Wanderung, die ich je gemacht hatte. Ich habe schon einige Berge bestiegen, aber mit Drakensbergen kann man das wirklich nicht vergleichen. Auf jeden Fall werde ich auf meinem kommenden Roadtrip im März wieder hier vorbei kommen oder vielleicht sogar schon für das Neujahrs Festival im Hostel :P

Sonntag, 6. November 2016

Afrikansiche Hochzeit und Kurztrip zum Arpeitheid Museum

Was für ein Wochenende! Es war echt mega cool und soo schön, dass man am Montagmorgen keine große Motivation hatte aufzustehen um sich an die Arbeit zu machen.!:D.....

Alles fing damit an, dass eine neue Studentin aus dem Kinderheim Ellen und mich spontan zu einer Hochzeit eingeladen hat. Wir waren anfangs sehr verwundert, da wir einerseits diese Studentin lediglich vor ein paar Wochen kurz kennen lernten und das Brautpaar überhaupt nicht kannten. Wir ließen uns aber diese Gelegenheit nicht entgehen und sagten der Einladung deshalb gleich zu!

Die dunkelhäutigen Afrikaner feiern in der Regel immer zwei Hochzeiten. Eine "weiße" Hochzeit wie wir sie kennen an einem Samstag und eine "traditionelle" am Tag darauf. Wir waren nur zur weißen Hochzeit eingeladen, aber diese war für uns traditionell genug!:D

Am Samstag ging es endlich los und wir fuhren mit einem Taxi erst einmal eine recht weite Strecke bis nach Deveyton - ein Township. Für alle die  kein Bild von einem Township haben möchte ich es kurz erklären. Townships sind kleinere Gebiete in Dorfgröße in denen sich besonders "ärmere" Menschen aufhalten. Als Weißer fällt man stark auf, da es dort beinahe nur Schwarze gibt. Das Leben im Township ist auch ein wenig anders als in der Stadt aber davon berichte ich euch ein anderes Mal.

Als wir schließlich im Township angekamen, hat der Taxifahrer noch extra gewartet bis uns jemand abgeholt hat. Die Freunde unserer Studentin Vinolia führten uns zu einem kleinen Haus, von dem wir zuerst dachten es sei eine Kirche, welches aber lediglich ein Treffpunkt war. Dort wurde gewartet bis schließlich alle für die Fahrt zur Kirche bereit waren.
An diesem Ort haben ein paar Leute schon "vor gefeiert" und gute Stimmung verbreitet. Wenig später kamen ein paar Jungs und machten mit uns ein paar Bilder. Ellen war besonders beliebt bei ihnen :D




Es hat sich ein Weilchen in die Länge gezogen bis wir später in einer großen Schlange von Autos zur Kirche gefahren sind. Es war wirklich aufregend wie sie schlangenförmig hin und her gefahren sind. Die Kirche war eigentlich gleich um die Ecke, aber wir sind durch das ganze Township gefahren. Vor der  Kirche angekommen liefen Männer und Frauen getrennt in die Kirche ein und  auf jeweils einer Seite saßen Männer und Frauen. Wir waren wirklich die einzigen Weißen bei dieser Hochzeit. Die Trauung war komplett in Zulu und Ellen und ich haben natürlich nichts von dieser Sprache verstanden. Bei einigen Liedern habe ich trotzdem versucht mitzusingen obwohl ich nicht verstanden habe was ich da eigentlich gesungen habe :D


Anschließend ging es dann zu dem Ort an dem gefeiert wurde. Auf der Fahrt im Auto wurde ordentlich Party gemacht und unser Fahrer war in bester Stimmung !:D
Am Fest Ort angekommen war ich erst einmal total überwältigt! Es war einfach traumhaft schön dort! Ich habe anfangs nicht einmal so eine wunderschöne Location erwartet. Es war einfach der komplette Kontrast im Gegensatz zu den Townships.












Nach einem kleinen Mangosaft-Empfang kam es dann zum Programm. Die Brautjungfern, weiblich und männlich präsentierten einen Tanz und danach durften wir über 15 einzelne lange Reden in afrikanischen Sprachen hören. Wir verstanden wieder kein Wort aber anschließend konnten wir uns auf das Essen freuen.

Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnten war, dass wir VIP Gäste waren und uns nicht wie alle anderen Gäste selbst am Buffet anstehen mussten, sondern uns das Essen extra gebracht wurde. Wir waren wirklich erstaunt und wollten das Angebot ablehnen, weil wir uns nicht wie "besondere" Gäste fühlen wollten, sondern einfach wie jeder andere behandelt werden wollten. Doch die Bedienung bestand nach wiederholtem Male darauf uns das Essen zu bringen und wir sagten also nicht nein als das Essen dann kam.

Später machten wir noch einen Spaziergang um den schönen See herum und sprachen mit einer Menge Leute und machten natürlich auch Bilder mit ihnen, wenn sie darauf bestanden :D

Gegen später gab es die Torte und Sonstige Leckereien, die wir aber unglücklicherweise verpasst hatten. Wir tranken noch ein paar Bier und sprachen mit einigen älteren Damen. Eine von ihnen war so nett und hatte uns später extra nach Hause gefahren. Gegen 19:00 war das Brautpaar auch schon weg und gegen 20:00 haben wir es schließlich auch gepackt. Da es zu diesem Zeitpunkt keine richtige Stimmung mehr gab, fanden wir es auch nicht schlimm "früher" zu gehen. Die Dame hatte uns zuerst zu sich mit nach Hause gefahren und wir konnten dort in ihrer Wohnung noch etwas  entspannen, bis uns ihr Mann später heimgefahren hat. Das war also die Hochzeit.

Am nächsten Tag waren wir mit Eva einer anderen Freiwilligen und ihrem Freund zum Apartheid Museum verabredet. Wir machten uns nach der Kirche gleich auf den Weg und fuhren mit einem Mietwagen los. Am Eingang angekommen, bekamen wir unsere Eintrittskarten auf der entweder " für Weiße und "für Nicht- Weiße" aufgedruckt war. Diese war für den Start der Museumstour gedacht...für diesen Eingang hier:





Das Museum an sich war eigentlich sehr interessant. Es zeigte die Geschichte der Apartheid und was alles damals passiert ist, alles das, was man in unseren Medien wohl kaum mitbekommen hatte. Leider waren es auch sehr viel Informationen, die man alle gleichzeitig verarbeiten musste. Nach ca. 1-2 Stunden lies die Konzentration langsam nach und wir konnten nicht mehr allen Infos genau folgen. Einen interessanten Einblick in diese Zeit bekam man aber allemal! Gerne hätte ich auch ein paar Bilder von innen gemacht, doch das war verboten.

Nach dem Museum haben wir beschlossen noch eine Kleinigkeit Essen zu gehen. Ich habe mir eine kleine Portion von dem leckeren Trockenfleisch gegönnt P:


Danach hatten wir Lust noch etwas zu unternehmen und beschlossen einen Rooftop Market zu besuchen und der.....war einfach nur der Hammer!!





Wir waren ja bereits in Maboneng bei einem tollen Markt, doch dieser war einfach viel größer und hatte eine riesen Auswahl von den verschiedensten Dingen. Ellen und ich beschlossen auf jeden Fall wieder hier her zurück zu kommen und einmal richtig einkaufen zu gehen!

Und das war unser Wochenende. Es war wirklich aufregend und echt spannend und wir wollten am liebsten gar nicht wieder an die Arbeit denken aber das musste natürlich auch sein.. :P