Montag, 26. September 2016

Erster Besuch von Johannesburg...



WARNUNG: DIESER POST ENTHÄLT VIELE BILDER!
Kostenlose Sightseeing Tour genossen, tolle Plätze gesehen, neue Leute getroffen, fast ausgeraubt worden und ein wenig Party gemacht.

So würde ich jetzt einmal kurz und knapp mein letzes Wochenende beschreiben :D

Alles fing damit an, dass Ellen mit einem deutschen Couchsurfer Kontakt hatte.(Couchsurfing.com ist eine Plattform, auf der man Leute treffen und bei ihnen auch evtl. übernachten kann). Martin, so heißt unser Kurzreisender in Südafrika, wollte  am kommenden Wochenende Johannesburg besuchen und wir zögerten nicht lange uns mit ihm zu treffen. Wir buchten ein Hostel nördlich von Johannesburg und machten uns am Samstag Morgen gleich auf den Weg...
Da unsere Taxi App nicht funktioniert hatte, mussten wir anstatt einer günstigen Mitfahrgelegenheit, die von der App normalerweise vorgeschlagen wird, das teurere Taxi nehmen. Mit einer Stunde Verspätung kamen wir schließlich am Hostel an, wo wir Martin treffen sollten.









Wenig später fragten wir an der Rezeption nach, was die Umgebung Sehenswertes zu bieten hat. Die Frau empfahl uns daraufhin einen speziellen Markt, der nicht weit vom Hostel entfernt war. Wir überlegten nicht lange und bestellten ein Taxi...

Kurze Zeit später angekommen vor einer Gasse, entdeckten wir den Markt.
Hätte man die vielen Leute nicht gesehen, wäre uns der Markt erst gar nicht aufgefallen.
Der "Neighbourgoods market"....Irgendwo im Nirgendwo


Vor dem Eingang roch man schon die verschiedenen Spezialitäten der Region.


Seht euch einfach an, was dort für die Markt Besucher alles angeboten wurde.













Alle Verkäufer wollten natürlich ihr Essen und ihre Produkte verkaufen und boten uns immer kleine Häppchen zum Probieren an. Es war köstlich und ich habe mich von einem Stand zum anderen durchgenascht .

Wir beschlossen jedenfalls hier später etwas leckeres zu essen, aber zu allererst wollten wir nach oben ins Dachgeschoss. Dort gab es Musik und einen weiteren kleinen Markt, wo die Leute verschiedenes verkauft haben.













Die kleinen Stände mit ihren Klamotten, Sonnenbrillen und co. hatten aber auch ihren Preis. Ich habe mich direkt in den Rucksack, eine Cap und die Hemden verliebt...Wollte aber nicht so viel Geld ausgeben und beschloss lediglich die rote Cap für 400 Rand (25 Euro) zu kaufen. Ich habe davor noch nie eine Holz Cap gesehen und habe es mir deshalb gegönnt. 400 Rand wären für einen Normalverdiener viel zu teuer!


((((HOLZ CAP))))

Wenig später machten wir uns wieder auf den Weg nach unten und haben dort schließlich etwas gegessen😋


Nachdem wir gegessen hatten, entschieden wir mit dem Sightseeing Bus, der um ganz Johannesburg fährt, eine Rundfahrt zu machen. Ganz in der Nähe vom Markt war eine Haltestelle, an der jede halbe Stunde ein Bus kam. Der Bus hat insgesamt 11 Haltestellen und man kann an jeder Haltestelle aussteigen und später wieder einsteigen.





Wir setzten uns direkt nach hinten auf die freien Plätze. Es war eine tolle Aussicht dort oben.



Wir dachten, dass wenig später die Dame, die alle Einnahmen vom Bus übernahm, zu uns kommen würde um uns nach dem Geld für die Fahrt zu fragen. Doch irgendwie schien sie uns zu ignorieren. Ich hatte die leise Vermutung, dass sie denkt, wir hätten schon ein Ticket und wären einfach irgendwo wieder in den Bus zugestiegen.

Ein paar schöne Plätze haben wir besucht:


Überall gibt es diese lustigen Straßennamen. Johannesburg und die Umgebung sind auf jeden Fall deutsch geprägt.






Solche Wand Kunstwerke konnte man dort öfters entdecken.





Ein nobles Casino, das ich auch auf jeden Fall einmal besuchen muss!





 Als wir irgendwann endgültig merkten, dass wir nicht zahlen mussten, stiegen wir irgendwo in der Stadt aus, um noch ein wenig von der Umgebung zu sehen.

Wir besuchten kurz das „world of beer“ Museum, da wir eigentlich nur eine Toilette gesucht hatten :D


Wir wollten nun lediglich ein wenig durch die Stadt laufen und später dann zurück in Richtung Hostel zu gehen und dann passierte es...

Wir besuchten ein Stadtteil von Johannesburg, Newtown. Der Name kam uns eigentlich ganz sympathisch vor, aber als uns bald darauf auffiel, dass wir die einzigen Weißen Menschen in diesem Viertel waren, beschlossen wir ein Taxi zurück zu nehmen.
Nur ein paar Meter entfernt sahen wir einen Park, wo es ruhig aussah um ein Taxi rufen zu können. Doch dann sah uns ein Mann und rief zu seinen Kumpanen: „ Hey, white people!“
Ich bemerkte das nicht und lief einfach weiter. Auf einmal kam einer der Männern auf mich zu und wollte mir mein Handy aus der Hosentasche klauen. Ich drückte ihn weg und flüchtete ein paar Meter nach vorn. Ich dachte zuerst, dass die Männer es nur auf mich abgesehen hatten, aber als diese dann Ellen`s Rucksack entdeckten, wurde sie von den Fremden umzingelt und die Diebe stahlen ihre Tasche.

In dem Moment wusste ich nicht was ich tun sollte. Es waren rund 30 Männer in dem Park und ich wusste nicht, wer mein Freund und wer mein Feind war. Der Rucksack war für mich verloren...

Wenig später kamen rund 20 andere Männer, machten die Diebe nieder und brachten uns den Rucksack zurück. Halleluja dachten wir in dem Moment und gleich darauf kam sogar noch ein Mann und fuhr uns an einen sicheren Ort.

Wir waren erstmal geschockt in dem Moment und mussten erstmal klar denken. Nicht einmal 1km weiter und wir waren schon wieder am sicheren Marktplatz, an dem unsere Reise morgens begonnen hatte. Es war einfach so schön zu sehen, wie andere Leute, die genauso arm waren, uns ohne Entschädigung den Rucksack zurück brachten. Es ist auch wirklich krass, dass man nur einen Block weiter gehen muss, um schon in der Gefahren Zone zu sein.


Wir nahmen uns darauf hin erst einmal ein kühles Bier und entspannten einen Augenblick.


Kurze Zeit später sah ich einen jungen Mann alleine an der Theke sitzen. Er fragte nach einen Bier und sah sich draußen nach einem Tisch um. Ich zögerte nicht lange und winkte ihn zu mir.
Nicolas aus Belgien, ihn haben wir schon vorhin im Sightseeing Bus gesehen und er ist auch wie Martin ein Reisender, der sich Südafrika anschauen will. Wir sprachen ein wenig mit ihm und er nahm kurze Zeit wieder den Bus um zu seinem Auto zu kommen.



Er hatte vergessen sein Bier zu bezahlen also übernahmen wir die Rechnung, auf dass wir ihn wiedersehen!:D

 

Wir beschlossen dann wenig später uns ebenfalls ein Taxi zu nehmen und zurück zum Hostel zu fahren. Dort angekommen wollten wir in der Nähe etwas snacken und gönnten uns eine Pizza.


 

Am selben Abend haben wir uns über Couchsurfing mit einer Frau aus Johannesburg verabredet. Nicht weit weg vom Hostel gab es eine Straße mit einigen Bars wo wir uns trafen. Jeder bestellte seine Drinks und ich beschloss einen Cocktail zu nehmen, da diese hier gerade einmal umgerechnet 3-4 Euro kosten.



Wir hatten interessante Gespräche auch wenn die Musik für eine Bar sehr laut war und man sich kaum verstanden hatte.

 

Nach einiger Zeit wollte die Frau uns noch einen Club zeigen. Wir fuhren mit ihrem Auto los und wenig später standen wir an der Schlange. Diese Warteschlange schien sich aber irgendwie nicht fort zu bewegen und an dem Abend war es extrem kalt, sodass wir beschlossen noch eine andere Bar zu besuchen :D...

 

Am Eingang angekommen, fragte die Security Ellen und mich wie alt wir denn seien. Wir antworten mit 19 und 18. Die Bar war aber erst ab 23 zugänglich. Doch die Johannesburgerin sprach mit der Security und nach 2 Minuten waren wir schon drinnen...fantastisch!:D

 

Die „Bar“ war auch mehr vergleichbar mit einen Club, weil viele Leute einfach neben ihren Tischen tanzten. Auch neben unseren Tisch gab es zwei Frauen die tanzten und ihre afrikanischen Styles zeigten. Wenig später traute ich mich eine Frau anzusprechen und fragte sie, ob sie mir ein paar ihrer moves zeigen könnte. Wir tanzten ein wenig herum und die Leute haben es richtig gefeiert das ich auch mit tanzte...Ich war glaub der einzige Weiße im Club der sich traute :D

 

Wenig später bemerkte ich ein Mann, der alleine an der Bar stand. Wieder zögerte ich nicht lange und zeigte auf den Stuhl neben mir und er kam vorbei. Es war ein Mann aus Amerika, der erst seit 5 Tagen hier ist und Geschäftlich für 2 Monate bleibt.

 

Wir genossen alle den Abend zusammen und gegen 2 Uhr machte dann die Bar zu (was ganz normal in Südafrika ist). 

 

 

Am nächsten Tag beschlossen wir Maboneng, ein anderer Stadtteil von Johannesburg zu besuchen und dort unter anderem einen Kunstmark zu anzusehen...

 

 

 
Hier ging es hoch zu ein paar Kunstausstellungen...


 

 
Wir haben erst nicht erkannt was auf dem Bild zu sehen ist, aber wenn man davon ein Bild gemacht hat wurde es deutlicher. Erkennt ihr da etwas?


 
 
 
Hier könnt ihr sehen wie man Pappe recycelt!

 

 
 
Wie durch Magie schwebt die Weinflasche...

 
....und natürlich auch Bücher, die mit einem coolen Trick an der Wand platzierbar sind


 

Es war wirklich unglaublich welche tollen Produkte es von Künstlern alles zu sehen gab.

 

 

 

 
Auch auf dem Kunstmarkt gab es einen Bereich mit Essen, der beinahe 1 zu 1 wie der vom gestrigen Tag aussah.



Es gab auch so ziemlich das selbe Essen und wir beschlossen hier ebenfalls eine Kleinigkeit zu probieren..

Das war mein Essen... es war ein wenig schwierig das zu essen, aber dafür trotzdem sehr lecker

Später saßen wir noch im Cafe und haben für gerade einmal umgerechnet 3 Euro dieses unglaubliche  Dessert mit Cafe bestellt.

Wir haben uns dann auch schon von Martin verabschiedet und ihm noch eine gute Reise in Südafrika gewünscht.

 

 

Das war also unser spannendes Wochenende in Johannesburg. Jetzt ist es an der Zeit euch bald mehr vom Kinderheim zu erzählen. Da werdet ihr dann im nächsten Post genaueres erfahren!