Spontanes Rugby Spiel und der erste Run der mir zum Teil einige Nerven kostete...
Mir fällt auf, dass ich viel über meine Erlebnisse von den
Wochenenden berichte, aber kaum von meiner Arbeit und dem Land erzähle....das
wird sich aber (hoffentlich) bald ändern!:D
...Das Wochenende rückte näher und Ellens und meine Pläne für die freien Tage waren noch nicht sicher. Am späteren Abend, kurz vorm Essen, kam
Julie vorbei und fragte ein paar große Jungs, Ellen und mich ob wir lust
hätten ein Rugby Spiel zu sehen. Wir fragten wann und sie antwortete jetzt!
Ich konnte es erst nicht realisieren, aber wir zögerten
natürlich nicht lange und sagten zu. Man musste sich also zwischen einem normalen Abendessen oder einem mega coolen Rugby Spiel entscheiden....Die Entscheidung
war sicher!
Einer der Brüder (von den Jungs mit den wir Essen waren), hatte noch 9 Karten übrig und war so nett und lud uns ein für das Spiel von den
Tigers gegen die DHL....DHL? Ja genau der Paket-und Post Express-Dienst, den wir auch in
Deutschland kennen!:D
Nach einer kurzen Fahrt haben wir dann auch das große
Stadion von Johannesburg erreicht. Es war echt groß und von der Ferne hat man
schon eine Live Band spielen hören. Noch kurz ein Bild mit den Kids gemacht und
dann ging es auch schon rein.
Der erste Blick ins Stadium war wirklich beeindruckend.
Wir kamen gerade noch rechtzeitig zum Anpfiff. Unser Platzt war ganz unten, von dem man leider nicht die komplette Sicht genießen, aber dafür die Spieler hautnah erleben konnte.
Der erste Blick ins Stadium war wirklich beeindruckend.
Wir kamen gerade noch rechtzeitig zum Anpfiff. Unser Platzt war ganz unten, von dem man leider nicht die komplette Sicht genießen, aber dafür die Spieler hautnah erleben konnte.
Nachdem die Cheeleader fertig mit ihrer Choreo waren ging
es auch schon los!
Den Unterschied zwischen Rugby und American Football möchte
ich nicht unbedingt erklären, einfach auch aus dem Grund, da ich selber wenig
Ahnung von Football allgemein habe.
Sichtbare Unterschiede waren für mich zum einen die
Ausrüstung der Jungs. Lediglich Schulterpolster und Schutz für die Zähne
schützten die Männer vor den gewaltsamen „tackles“. Auch startet man nicht wie
beim Football in 2 gegenüberliegenden Reihen sondern eine Mannschaft kickt
lediglich den Ball ins Gegnerische Team und das Spiel beginnt.
Man punktet entweder, so habe ich es verstanden, indem
einer mit dem Ball über die andere „Ziellinie“ rennt oder, wenn man ab einem
bestimmten Punkt den Ball wie bei einem Freistoß kickt und zwischen zwei
riesigen Latten treffen muss.
Es war echt cool mal Live bei so einem Spiel dabei zu sein.
An manchen Stellen war es echt schmerzhaft an zusehen, wie sich die Rugby
Spieler gegenseitig zu Boden attackierten. Die ganze Stimmung im Stadium war
echt erstaunlich. Alle jubelten für ihr Team und versuchten das Gegnerische
Team runter zu machen.
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| Die "DHL" Fans machten gut Stimmung mit ihren Fähnchen |
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| Die "Lions" hatten auch ihr eigenes Maskottchen :D Das Schild sagt "We pee your mum" (natürlich in Geheimschrift). Das Maskottchen hat schon ordentlich unsere DHL Fans provoziert😜 |
Nach 40 Minuten war dann Halbzeit und wir besorgten uns etwas zu trinken und für den Magen ein wenig Popcorn.
Gegen 21:00 machten wir uns dann auf den Weg zurück nach
Epworth. Zum Schluss bedankten wir uns noch bei dem Bruder für die Einladung und legten uns
zur Ruhe...
Den Samstag nutzten wir hauptsächlich zum Entspannen und darüber gibt es nicht viel zu Erzählen.
Am Sonntag war es dann aber soweit. Der große jährliche Run
in Germiston begann. Am frühen Morgen machten Ellen, ein paar sportliche
Jungs, ein Mädchen und ich uns auf zum Run.
Es war gegen 6:00 als die Sonne langsam aufging...Wunderschön!
Wenig später kam dann auch Julie mit ihrem kleinen Auto vorbei. Leider konnte sie keinen Transporter besorgen und so mussten wir uns eben zu elft in einen Fünfsitzer quetschen!:D
Zum Glück hatten wir es nicht weit zum Fahren und erreichten bald das Stadium von Germiston.
Der Run bestand aus dem Fun run (5km), den 10km run und den
21km (Halbmarathon).Julie bat Ellen und mich mit ein paar Kids den Fun Run zu laufen.
Zwei von unseren Jungs sind ziemlich fit und machten den 10km
run. Die anderen liefen mit uns den Fun run.
Es war dort wirklich eine riesige Menschen Masse. Ich habe nicht mit mehr
als 3000 Leuten gerechnet!:D
Am Start machten sich dann alle Teilnehmer bereit und die
Leute mit 10km und 21km starteten früher um 7:00.
Wir Fun runner starteten 15 min später um die anderen
nicht zu stören. Der Startpfiff ertönte und es ging los. Meine 3 Jungs rannten schon davon, während ich noch mit Ellen und dem anderen Mädchen erstmal hinten entspannte.
Nach einer kurzen Zeit packte mich doch der Ehrgeitz und ich bekam Lust meine Jungs, die ganz vorne zu sein
schienen, einzuholen. Ich überholte immer mehr und mehr Leute bis mir bald auffiel, dass ich an der Spitze der Fun runner angekommen war. Danach bemerkte ich etwas, das ich später bereuen werde...
An einem Punkt trennten sich die 10km und 21km runner von
den Fun runnern. Das Problem war aber, dass meine Jungs die ganz vorne waren sich
mit den 10km runner mischten und sie versehentlich den 10km Run weiter gerannt
sind anstatt den 5km run. Eine Frau zeigte lediglich wo die 10km runner und
die 5km runner weiter rennen müssen. Wenig später bemerkte ich, dass ich an der
der Spitze des Fun runnes angelangt war und ich die Jungs bis dahin noch nicht
gesehen habe. Ich fragte die Leute, die uns an den Abzweigungen den richtigen Weg zeigen sollten, ob ich der erste sei, der diese hier Strecke läuft und sie meinten ja. Dann war mir klar,ok, die Jungs sind den
falschen Weg gerannt. Ich machte mir ein wenig Sorgen, aber ich dachte mir das
sie einfach jetzt halt 10 statt 5 km rennen müssen.
Am Ziel angekomen
sprach ich mit Julie und erzählte ihr, dass die Jungs mir davon gerannt sind und
den falschen Weg gelaufen sind. Julie meinte, das sei gar nicht gut und ich solle unbedingt die Jungs finden, bevor sie es der Polizei melden muss. Ich
hatte die Aufgabe sie im Auge behalten zu müssen und das gelang mir nicht.
Kurzerhand beschloss ich den 10km Rückwärts zu laufen um die
Jungs zu finden. Ich rannte und rannte und rannte...Es erschien mir, als gäbe es kein Ende und überall schaute ich nach meinen Jungs. Alle Leute, die richtig liefen schauten
mich verdutzt an und fragten sich warum ich den Lauf rückwärts lief. Ich
erklärte ihnen kurz,was passiert war und grinste.
Nach einiger Zeit machte ich mir wirklich Sorgen, weil ich meine Schützlinge immer noch nicht gefunden hatte. Ich bin weit mehr als 5km schon zurück gelaufen
und habe sie immer noch nicht gefunden, bis ich aus Ferne zwei kids sah...
Wir fuhren dann entspannt mit dem Auto zurück zum Stadium.
Angekommen am Stadium bekamen die zwei Jungs erst einmal eine dicke Ermahnung von Julie :P....Doch dann fiel mir auf, dass es ja anfangs 3 und nicht 2 Jungs waren!? Ich fragte die beiden, wo der 3. Geblieben sei und sie meinten nur, dass er sich von ihnen gespalten hatte... Gottseidank kam er dann später vom 10km run zurück.
Angekommen am Stadium bekamen die zwei Jungs erst einmal eine dicke Ermahnung von Julie :P....Doch dann fiel mir auf, dass es ja anfangs 3 und nicht 2 Jungs waren!? Ich fragte die beiden, wo der 3. Geblieben sei und sie meinten nur, dass er sich von ihnen gespalten hatte... Gottseidank kam er dann später vom 10km run zurück.
Wir entspannten noch in dem sehr windigem Stadium und
tranken Cola, die Jungs alberten herum..
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| Dieser Mann war echt witzig! Komplett bekleidet mit südafrikanischen Kram rannte er den 10km Run |
Ein Junge von Epworth der dabei war, hatte es sogar in die Top
20 von den über 3000 Läufern geschafft. Ich war echt erstaunt, dass er mit den vielen Athleten, die zum Teil richtig sportlich aussahen, mithalten konnte. Er hat jetzt auch die Möglichkeit einem Run Club beizutreten um somit später einmal große Chancen zu haben.
Schlussendlich bin ich doch auch sozusagen die 10km
gerannt!:D...Es hat eigentlich echt Spaß gemacht und ich hab mir gedacht, da
wir sowieso jeden zweiten Tag joggen gehen, könnten wir ja mal wieder bei so einem Run mitmachen. Dann hätte ich auch mehr Motivation es in einer guten Zeit zu schaffen.














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